Gedenkhaus von Hristo Uzunov, Ohrid

Dieses Haus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und vermutlich von Hristo Uzunov oder seinem Bruder Dimitar Uzunov erbaut – beide bekannte Persönlichkeiten der mazedonischen Nationalen Wiedergeburt in Ohrid. Hier wurde Hristo Uzunov geboren und verbrachte einen Großteil seines Lebens.

Hristo Uzunov wurde am 22. Oktober 1878 geboren und starb am 24. April 1905. Er war ein mazedonischer Revolutionär, Lehrer, Militärführer und regionaler Kommandant der bewaffneten Einheiten der Mazedonische Revolutionäre Organisation im Revolutionsbezirk Ohrid.

Nach dem Tod der Brüder Uzunov – Andon Uzunov im Jahr 1903 und Hristo im Jahr 1905 – zog ihre Mutter Anastasia Uzunova nach Kyustendil in Bulgarien, um bei ihrem einzigen überlebenden Sohn Angele Uzunov zu leben. Das Haus blieb daraufhin für einige Zeit unbewohnt.

Gedenkhaus von Hristo Uzunov, Ohrid

Im Jahr 1960 ging das Gebäude in den Besitz des Nationalmuseum Ohrid über. Nach mehreren Renovierungen wurde es 1996 offiziell zum Kulturdenkmal erklärt und aufgrund seines architektonischen und historischen Wertes unter Schutz gestellt.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Dauerausstellung „Die nationale Befreiungsbewegung in Ohrid und der Region Ohrid“ eröffnet. Sie zeigt Dokumente und Exponate aus der Ilinden-Zeit sowie aus dem breiteren nationalen Befreiungskampf in dieser Region. Zudem wurde ein Gedenkraum zu Ehren von Hristo Uzunov neu gestaltet.

Gedenkhaus von Hristo Uzunov, Ohrid

Neben der ständigen historischen Ausstellung beherbergt das Gedenkhaus regelmäßig Wechselausstellungen zu Themen der Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege sowie wissenschaftliche Treffen und Symposien.

Dieses stille Haus bewahrt die Erinnerung an einen Mann, dessen Leben und Ideale eng mit dem Kampf Ohrids um Freiheit und Identität verbunden waren.

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